Markt und Moral: ein Widerspruch?

Die Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schulen Ibbenbüren arbeitete zwei Tage zu Themen der Wirtschaftsethik

Streichung von Arbeitsplätzen zur Kostensenkung, Ausbeutung von billigen Arbeitskräften in Bangladesh, Profite statt Umweltschutz: hat ethisch verantwortliches Handeln keine Chance im globalen Kapitalismus? Wie können Moral und Markt zueinander finden? Mit diesen hochaktuellen Fragen beschäftigte sich die Jahrgangsstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schulen Ibbenbüren im Rahmen eines zweitägigen Seminars. Lernort war die katholische Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten das Thema methodisch vielfältig und kreativ: Vorträge, Textstudium, Gruppenarbeiten mit Präsentationen, Filmbeiträge und eine abschließende Podiumsdiskussion führten in eine komplizierte Materie ein. Dabei wurde deutlich, dass die Art, wie unser Wohlstand erwirtschaftet und verteilt wird, weltweit die Lebensbedingungen der Menschen beeinflusst. Auch unser eigenes Kaufverhalten wurde kritisch hinterfragt: Wer Schuhe für 3 Euro bei "Primark" kauft, sollte wissen, wie solche Preise zustande kommen. Billigpreise sind oft teuer zu Lasten anderer Menschen erkauft. In diese Zusammenhänge und in Ansätze zur Veränderung erhielten die Jugendlichen wertvolle Einblicke.

Die Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schulen Ibbenbüren vor dem Franz-Hitze-Haus in Münster